Höchst
Höchst ist der flächenmäßig größte
Stadtteil Frankfurts. Am nördlichen Mainufer, nahe der Mündung der Nidda in den
Main gelegen, befindet sich der Stadtteil. Die Mainzer Landstraße verbindet ihn mit
der City.
Zum erstenmal 790 als Hostat urkundlich erwähnt, wurde Höchst von der mehr als
1.000 Jahre währenden Zugehörigkeit zum Territorium des Erzbischofs und Kurfürsten
von Mainz entscheidend geprägt.
Durch eine 1746 gegründete Porzellanmanufaktur avancierte Höchst zur
Porzellanstadt, was eine Intensivierung von Handel und Verkehr zur Folge hatte. Mit
Einsetzung der Industrialisierung der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderte
sich Höchst nachhaltig.
1928 erfolgte die Eingemeindung nach Frankfurt. Im 2. Weltkrieg blieben Höchst und
die Altstadt vor der Zerstörung verschont. Die historische Altstadt mit ihren
malerischen Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen blieb erhalten und weist
bedeutende Baudenkmäler auf. Hiezu gehören auch das Höchster Schloss, das
alte Rathaus und der Bolongaropalast.
Im südwestlichen Teil Höchsts befinden sich die Werksanlagen der Aventis AG.
Der 1863 als Hoecht AG gegründete, und weltweit einer der drei größten
Chemiekonzerne, bestimmt mit seinen Aktivitäten seit nunmehr fast 150 Jahren das
Bild des Stadtteils, die Wirtschaft und die Arbeitsplätze. Im Industriepark Höchst
befinden sich heute zahlreiche Forschungseinrichtungen sowie pharmazeutische und
chemische Produktionsstätten.