Der Kaiserdom
Im Jahr 822 erbaute Ludwig der Deutsche die karolingische
Salvator-Kirche, den Vorläufer des Frankfurter Doms. 400 Jahre lang war diese Kirche
die Hauptkirche der damals kleinen Stadt Frankfurt.
Im Jahr 1239 entschied man sich, die Salvator-Kirche dem Apostel Batholomäus zu
widmen und begann mit einem fundamentalen Umbau. Das neue Kirchenschiff wurde zwischen
1248 und 1269 im Stil einer gotischen Hallenkirche fertiggestellt. Ein neuer und größerer
Chor wurde zwischen 1315 und 1338 errichtet und die Querschiffe in den Jahren 1315 -
1338 völlig umgebaut. Die gegenseitige Anpassung der Höhe von Mittelschiff und
Querschiffen war architektonisch recht aufwendig.
Schließlich begann man im Jahr 1415 mit dem Bau des mächtigen Kirchturmes
direkt angrenzend an das bereits bestehende Gebäude. Der Bau dauerte das ganze 15.
Jahrhundert hindurch, bis er schließlich an der Kuppel gestoppt wurde. Viele
Architekten waren eingebunden, aber der wichtigste war Madern Gertner, von dem die
Original Entwürfe des Umbaus stammen. Gertner konnte noch erleben wie das Achteck,
das heute noch an der Stelle der Kuppel auf dem Turm die Basis für die Turmspitze
bildet, erste Gestalt annahm.
Der Turm wurde erst nach dem Jahr 1867 entsprechend des Original Planes Gertners im Zuge
der Wiederherstellung des Domes nach einem Feuer, das die Kirche erheblich beschädigte,
fertiggestellt.
Dombaumeister Franz Joseph von Denzinger erhielt damals den Auftrag, den Dom wieder
aufzubauen und den gotischen Turm mit einer Spitze zu vollenden. Im zweiten Weltkrieg
wurde der Dom wieder schwer beschädigt. Bei seinem erneuten Wiederaufbau wurde die
Orgelempore Denzingers, die das Langschiff verkürzte, von Dombaumeister Hermann Mäckler
herausgenommen, was die Raumwirkung des Domes verstärkte.